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Hausjacke vs. Hausmantel
„Ich weiß, was ein Hausmantel ist, aber was genau ist eine Hausjacke (Smoking Jacket)?“ Diese Frage hören wir erstaunlich oft.
Um ein wenig den Kontext zu verdeutlichen. In Deutschland und in weiten Teilen Europas wird das Wort „Smoking“ für das verwendet, was im Englischen als „tuxedo“ oder „dinner jacket“ bezeichnet wird. Die Hausjacke ist jedoch ein völlig anderes Kleidungsstück. Obwohl sie nicht völlig unbekannt ist, bleibt sie für viele eine Art Kuriosität.
In engem Zusammenhang damit steht eine andere häufige Frage. Was ist der Unterschied zwischen einem Hausmantel oder Morgenmantel und einer Hausjacke? Und sind sie vielleicht dasselbe unter verschiedenen Namen?
Schauen wir uns das einmal genauer an.
Ist eine Hausjacke dasselbe wie ein Morgenmantel?
Im weitesten Sinne kann das Wort Morgenmantel jedes Kleidungsstück bezeichnen, das lang genug ist, um den größten Teil des Körpers zu bedecken. Im Zusammenhang mit Loungewear ist ein Morgenmantel in der Regel ein Kleidungsstück im Wickelstil mit Schalkragen, Gürtel, Taschen und einer Länge, die mindestens bis zur Wade reicht. Denken Sie an den klassischen Bademantel.
Morgenmäntel können vielen Zwecken dienen. Sie sind praktisch, um sich nach dem Duschen abzutrocknen oder im Spa zu tragen, aber sie können auch sehr raffinierte Kleidungsstücke sein, die nur für die Freizeit zu Hause gedacht sind. Diese eleganten Morgenmäntel zum Entspannen sind nicht auf das Abtrocknen ausgelegt. Stattdessen werden sie aus Jacquard, Seide, Samt, Wolle oder anderen dekorativen und luxuriösen Stoffen gefertigt. Hier wird der Morgenmantel zu einem Ausdruck von Komfort und Handwerkskunst und nicht zu einem funktionalen Handtuchersatz.
Das bringt uns natürlich zur Hausjacke (Smoking Jacket).
Was genau ist eine Hausjacke?
Hausjacken und Morgenmäntel haben gemeinsame Wurzeln in der Geschichte der Hausbekleidung, unterscheiden sich aber in ihrem Charakter und ihrer Verwendung. Die Hausjacke ist eng mit dem Ritual des Zigarrenrauchens und der Atmosphäre, die es umgibt, verbunden. Während ein Morgenmantel von leger bis förmlich reichen kann, ist die Hausjacke fest mit dem Image der kultivierten Freizeit verbunden.
Der sichtbarste Unterschied ist die Länge. Ein Morgenmantel ist traditionell lang. Eine Hausjacke ist per Definition kürzer und reicht nie über die Mitte des Oberschenkels hinaus. Dieser einzige Unterschied hat einen starken Einfluss auf das Styling. Hausjacken werden in der Regel zu Hosen oder Pyjamas getragen, manchmal in Kombination mit einer Smoking-Mütze und Hausschuhen, wodurch eine elegante Silhouette entsteht.
Hausjacken und Tabakkultur
In der viktorianischen Ära wurden Zigarren zu einem Symbol für Raffinesse und gesellschaftlichen Status, das durch Persönlichkeiten wie Prinz Albert und den Prinzen von Wales populär wurde. Jahrhunderts zogen sich gut gekleidete Herren nach dem Essen in spezielle Raucherzimmer zurück und zogen sich dort Kleidung an, die speziell für Komfort und Schutz vor Rauch gedacht war.
Die Hausjacke wurde in diesem Umfeld geboren. Diese Jacken waren locker sitzend, elegant und schwelgerisch. Sie bestanden meist aus Samt oder Seide und waren häufig mit einem Gürtel mit Quasten versehen. Viele wurden mit passenden Hosen und bestickten Smoking-Caps getragen. Der Zweck war klar. Man wollte sich entspannen, ohne auf Stil zu verzichten.
Eine Rauchermütze ist eine Kopfbedeckung, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert sehr beliebt war. Sie wurde typischerweise von Männern beim Rauchen von Tabakspfeifen oder Zigarren getragen und war so designt, dass sie den Kopf warm hielt und gleichzeitig den Rauch absorbierte und verhinderte, dass Haare und Kleidung nach Tabak rochen.
Mit dem Aufschwung der Tabakindustrie zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die Hausjacke und der dazugehörige Hut zu einem erkennbaren Teil der privaten Garderobe eines Gentleman.
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Kulturelle Wahrnehmung damals und heute
In Europa verschwand die Hausjacke allmählich aus dem Alltagsbewusstsein, was zum Teil auf die sprachliche Verwechslung mit der formellen Abendgarderobe (Smoking) zurückzuführen war. In den Vereinigten Staaten hingegen blieb sie fest mit Freizeit und persönlichem Stil verbunden. Auch heute noch ist die Hausjacke dort weithin als Kleidungsstück von entspannter Eleganz bekannt.
In Deutschland, wo Baturina Homewear seinen Sitz hat, wird sie oft als „englische Hausjacke“ bezeichnet. Sein kulturelles Image variiert, aber sein Einfluss ist unverkennbar. Denken Sie an Stilikonen wie Fred Astaire, Clark Gable oder Hugh Hefner, die alle dazu beigetragen haben, die Hausjacke als Symbol für selbstbewusste, mühelose Kultiviertheit zu definieren.
Eine moderne Perspektive
Heute sind die Grenzen zwischen Hausjacken und Hausmänteln in Bezug auf das Design weitgehend verschwunden. Stoffe, Kragen, Gürtel und Verarbeitungen können sich frei überschneiden. Entscheidend sind jetzt vor allem Länge und Formgebung. Ein kürzeres Stück wird als Jacke, ein längeres als Morgenmantel wahrgenommen.
Traditionell wurden Hausjacken aus Samt gefertigt, während längere Morgenmäntel oft mit ausdrucksstarken Mustern wie Paisley oder barocken Motiven versehen waren. Diese Bezüge inspirieren auch heute noch moderne Designs, auch wenn zeitgenössische Interpretationen mehr Freiheiten zulassen.
Was unverändert bleibt, ist der Geist des Kleidungsstücks. Ob Hausjacke oder Morgenmantel, es steht für Zeit, die man sich nimmt, für Eleganz ohne Förmlichkeit und für Komfort, der zu einer Kunstform erhoben wird.
Bei Baturina Homewear lebt der Morgenmantel mit seinem langen Gürtel und seiner maßgeschneiderten Präsenz als raffinierte Option für den modernen Gentleman weiter, der individuell gefertigt und mit Absicht getragen werden soll.